Die Hilfstruppen (Auxillia)

 

Die Hilfstruppen der römischen Armee bestand zum größten Teil aus "Barbaren", also Nichtrömern, die kein römisches Bürgerrecht besaßen. Aber nach 25 Jahren Dienstzeit konnten diese es zusammen mit einem kleinen Landeigentum in einer Provinz erhalten.

Die Auxilia unterstützen die Legionenbei Feldzügen (in Rätien die LEG III Italica im castra regina) und führten die Kämpfe an vorderster Front. Es gab eine große Anzahl von Reitern in der Hilfstruppe, da die Legionen keine eigene Reiterei hatten. Zudem spielten aber auch Bogenschützen und die Infanterie in der Armee eine große Rolle. Ich, Stefan Lorenz, stelle einen Infanterist der Auxillia um 200 nach Christus dar, weswegen ich mich jetzt nur auf die Infanterie beschränken werde. Die Infanterie war mit einer Hasta (Speer) und mit einem Gladius, später auch einer Spatha (=längeres Schwert,das  schon früher bei der Kavallerie benutzt wurde, aber erst ab 150 nach Christus auch bei der Infanterie Verwendung fand) bewaffnet. Zum Schutz trugen die Auxilia meist einen Helm wie hier ich zum Beispiel ein Typ Niederbieber und ein ovales Schild und ein Kettenhemd, das an den kurzen Ärmeln gezackt ist.

Die Ausrüstung kaufte der Soldat beim Eintritt in seiner Kohorte schon gebraucht und verkaufte sie nach seiner Dienstzeit in der Regel wieder. Er war für seine Ausrüstung, die auch oft sehr veraltet gewesen sein kann, selber verantwortlich.

Wir müssen uns also vorstellen, dass nicht alle Soldaten die genau gleiche Ausstattung hatten, sondern sehr unterschiedlich aussahen. Als erstes im Gefecht wurde die Hasta geworfen wie im Bild dargestellt. Anschließend wurde der Gladius bzw. Spatha gezogen und dann ging es in den Nahkampf. Der Drill und die Ordnung war genau so wie bei den Legionären, es war also eine enorme Disziplin nötig, um die Hilfstruppen im Kampf zusammen zuhalten. Ihre Aufgabe war es auch ihr Lager zu verschanzen und Kastelle zu errichten, aus diesem Grund führten sie das nötige Marschgepäck mit sich.

Jedoch viele Hilfstruppen wurden in Kleinkastellen, Kastellen und Wachtürmen  an den Grenzen stationiert wie zum Beispiel am Limes. In den Wachtürmen des Limes wachten sie über das Land der Barbaren und gaben bei einem Angriff ein Zeichen mit der Fackel zum nächsten Turm weiter, dessen Auxilliare dieses Zeichen dann wieder weitergaben bis zum nächsten Kastell das daraufhin Truppen zur Verteidigung aussandte.